Skizze

Skizze
( nachdenkliches lauschen)

Gegen siebzehnuhrdreißig verknäulte Träume auf dem Liegestuhl im Garten. Verstohlener Blick. Da! Dort! Hinter dem Pfaffenhütchen raschelt es. Und aus dem Geäst des Holunders grimassiert eine Spinne auf mich herunter. Sinkt an einem Faden, langsam, dann immer schneller werdend, auf meine Nase zu.

Plötzlich.

Von irgendwo.
Aus dem Nichts.

Gellend. Bimmelnd. Rasend.
Ich springe auf.
Und dann?
Stirbt lautlos mit einem Schlag die Welt. Schweigt. Dick und gemein.

Frau Arach Nida hat es sich überlegt, trollt sich übern Seidenweg zurück ins Gebäum … und ich, ich ziehe den ‚Freitag‘ über den vorderen Teil meines Kopfes.
Grämlich.
Vergrämt.
Ob meines gefeierten frühen Abends beraubt. Ob der tiefschwarzen Nachrichten. Kurzwellen. Weltempfänger.
Kasemattenstille.

Furchtbares Unwetter kerbt die Flaute. Seidengelb auf giftgrünem Grund. In einen Sturmmantel gehüllt, bewaffnet mit Speer und Schild, rauscht es heran. Im Gepäck dickbauchige Tränensäcke. Jederzeit bereit, im Takt zu rasen.

Splish.
Splash.

Beine in die Hand.
Buchstabensalat im frisch Gemähten.
Oben pfeift ein Wind aus Ost.
Totenwind?

jbs 2ooo vierzehn

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