Frei nach „Ich, der Dieb“ von Spartak Kulikow

Kein Tag ohne Gedicht oder täglich einmal Bashô

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Phantasie ist etwas Feines, kann aber auch eine Menge Probleme bereiten, etwa wenn man zu viele märchenhafte Ritterromane gelesen hat und sich plötzlich für einen Dieb hält, der Erinnerungen, Gestirne und zuckende Herzen gestohlen hat.
Und wer übertrifft mich?
Ich bleib‘ bis zum Ende den Freunden, dem fliegenden Pfeil der Kraniche treu. Vergiss alles!
Sorg dich nicht!
Verdamm den Kleinmut!
In meiner Hand presse ich die Weiten zusammen und befehle dem sündigsten Fleisch, jasmingleich zu blühen!
In den Nebel geh ich.
Meine Taschen sind gefüllt mit Pfeifen für Vogelstimmen.
Ich stehle Erinnerungen,
Augen,
tauglitzerndes Gras.
Wer übertrifft mich an Eigensinn,
mich
und das Rauschen der Birken?

Frei nach „Ich, der Dieb“ von Spartak Kulikow

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