„Das Abenteuer des Miguel Littin“ von Gabriel García Márquez – Ehrung für Victor Jara

In den letzten Tagen hatte ich einen interessanten Blog-Beitrag über einen Chileaufenthalt gelesen. Der Autor Kwaku Ananse veröffentlichte u.a. eingefügtes Video.

Und ich erinnerte mich, ich hatte vor „ewigen“ Jahren eine Reportage von Gabriel García Márquez gelesen: „Das Abenteuer des Miguel Littin“, die auf Tonbandprotokollen eines fast einwöchigen Interviews basiert, in dem der Filmregisseur Littin dem Journalisten García Márquez berichtet hat, wie es ihm gelungen ist, illegal nach Chile einzureisen und dort sechs Wochen lang insgesamt zweiunddreißigtausend Meter Film über das Leben seiner Landsleute unter der Diktatur des Generals Augusto Pinochet zu drehen. Weil den chilenischen Beteiligten Verhaftung, Verschleppung oder Tod ( wie dem chilenischen Musiker Victor Jara; „Victor Jara wurde, wie Tausende andere Chilenen, am 11. September 1973 verhaftet. Fünf Tage später war er tot.“) wenn sie aufgeflogen wären, musste das Abenteuer generalstabsmäßig geplant werden: Drei Filmteams – aus Italien, Frankreich und den Niederlanden – reisen legal und mit unverfänglichen Drehvorhaben kurz vor Líttins Ankunft nach Chile. Líttin selber, der 1973 nur knapp den Blutbädern bei Pinochets Militärputsch entronnen ist und seitdem Einreiseverbot hat, muss sich eine neue Identität zulegen. … Auszug vom Klappentext „Das Abenteuer des Miguel Líttin“ von Gabriel García Márquz, 1987, Verlag Kiepenheuer und Witsch.

Dem Chilenen Victor Jara brachen sie beide Hände, damit er während der Folter unter Pinochets Schergen keine Musik mehr machen konnte. Dann erschossen sie ihn mit mehr als 44 Schüssen …

Zitat aus Zeit Online – Geschichte vom 5. Dezmeber 2009, Hellmuth Vensky:
Pinochets Schergen folterten und erschossen ihn. 36 Jahre nach seinem Tod, geben die Chilenen dem Volks- und Protestsänger Victor Jara ein würdiges Begräbnis.

http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2009-12/victor-jara-2

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