Vrschdohsch?

Schwäbische Mundart. Und in diesem Gedicht der reinste Zungenbrecher. Bernd Merkle hat in dem Buch „Isch des schee!“ lauter Leckerbissen für alle Freunde der schwäbischen Mundart zusammen gestellt. Humorvoll, selbstironisch und knitz wird die schwäbische Mentalität auf die Schippe genommen:

Jetzd woisch s

aus: Isch des schee! von Bernd Merkle, Silberburg-Verlag, 2008, Seite 100

Ob e

über äbber

äbbas woiß,

was äbber

über äbber gsaid häb

oder was äbber do häb

ond ob e na

über äbber des schreib,

was äbber do häb,

isch äbbas ganz anders,

als wenn e über äbber schreib,

der mir äbbas do hot.

Schlemm wär s,

wenn e über äbber äbbas schreiba däd,

von dem e äbbas et woiß.

Des wär äbbas bleeds.

Also schreib e bloß äbbas,

was äbber über äbbas gsagd hot,

der äbbas do hot.

Vrschdohsch?

Utopien

H.G. Wells,  geb. 1866 – gest. 1946, Autor u.a. der Science-Fiction-Romane „Der Krieg der Welten“ und „Die Zeitmaschine“ stellte fest:
„In einer modernen Utopie wird das Gezänk über Nationalität ebenso der Vergangenheit angehören wie hässliche Befestigungen, Kasernen und der ganze militärische Schmutz.“

Schaue ich mir die Definition an, dann bedeutet Utopie:  [ … ] eine Idee, die so wirklichkeitsfern oder fantastisch ist, dass man sie nicht verwirklichen kann.“

 

 

 

West-östlicher Divan – Johann Wolfgang von Goethe

Warum lesen?
Warum sollten wir lesen?
Vielleicht deshalb, um die Welt um uns herum besser zu verstehen? Um menschliche Konflikte besser deuten zu können, um Empathie für fremde Schicksale einzuüben, um die ästhetische Urteilskraft zu schulen?

Professor Wertheimer aus Tübingen gibt hier Antworten.

Anil Bhatti führt zum West-östlichen Divan, der umfangreichsten Gedichtsammlung des großen deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe, die durch die Werke des persischen Dichters Hafis inspiriert wurde, aus:

In der Divan-Lyrik wird die Tatsache, dass es kulturelle Differenzen gibt, wahrgenommen; aber sie wird nicht essentialisiert. Anstatt Kulturdifferenz einzufrieren und sie dann für die Hermeneutik vom Eigenen und Fremden verfügbar zu machen, hat Goethe das Moment der Verschränkung zwischen Ost und West in den Vordergrund gestellt. Einige Gedichtentwürfe von Goethe aus dem Nachlass beleuchten diesen Aspekt des Selbstverständigungsprozesses
eines ‚work in progress’:

aus: „West-östlicher Divan“ von Johann Wolfgang von Goethe.

[ … ]
Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen.
[ … ]
Und mag die ganze Welt versinken,
Hafis, mit dir, mit dir allein
Will ich wetteifern! Lust und Pein
Sei uns, den Zwillingen, gemein!
Wie du zu lieben und zu trinken,
Das soll mein Stolz, mein Leben sein.
[ … ]

„Es ist ein Großwerk des Dialogs, im Einfühlungsvermögen in die islamische Kultur ist Goethe ein Gigant“ ( Zitat: Thomas Lehr ).

Bei Goethe begegnet das „lyrische Ich“ dieser persischen Dichtung mit Gelassenheit und betrachtet sie als gleichberechtigt.

Erich Fromm – Die Kunst des Liebens

 

(c) jbs 2ooovierzehn Pragser Dolomiten - Wanderung auf den Dürrenstein

(c) jbs 2ooovierzehn
Pragser Dolomiten – Wanderung auf den Dürrenstein

„Nicht als ob man meinte, die Liebe sei nicht so wichtig. Die Menschen hungern geradezu danach; sie sehen sich unzählige Filme an, die von glücklichen oder unglücklichen Liebesgeschichten handeln, sie hören sich Hunderte von kitschigen Liebensliedern an – aber kaum einer nimmt an, dass man etwas tun muss, wenn man es lernen will zu lieben.“ Erich Fromm

Buchrückentext – Erich Fromm – Die Kunst des Liebens – dtv edition – 1996

Erich Fromm ( 1900 – 1980 ) war ein Psychoanalytiker und Sozialphilosoph. 1933 emigrierte er in die USA, dort lehrte er an verschiedenen Instituten, von 1950 bis 1974 dann an der Universität von Mexiko City. 1980 starb er in Locarno in der Schweiz.