Und ich frage …

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… die Politökonomen, die Moralisten, ob sie jemals die Zahl der Individuen errechnet haben, die zum Elend verdammt sind, zur ungleichen Arbeit, zum moralischen Verfall, zur Unmündigkeit, zur erschreckenden Unwissenheit, zur völligen Entbehrung, zum ewigen Unglück, um einen Reichen zu produzieren. Almeida Garrett
Zitat aus: “Hoffnung im Alentejo” José Saramago
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3 Kommentare zu “Und ich frage …

    • … und was wird dann nach dem Leiden des Buckelns?
      Irgendwelche Konsequenzen?
      Ich denke, nein. ( Leider! Leider! )
      Nein, die Menschheitsgeschichte zeigt es doch, es ist eine ewige Spirale. Korruption und Ausbeutung sind das größte Übel unserer zeitgenössischen Gesellschaft. Machtausübung, komme was wolle. Zumindest lässt sich dies extrem in nicht-demokratischen Staatssystemen beobachten – eine weltweite Krise!

      Würden allerdings alle Menschen die gleichen Voraussetzungen für Bildung erhalten, dann bestände tatsächlich in meinen Augen die Chance, Ausbeutung und Unterdückung international das Rückgrat zu brechen.
      Und ja, der Mensch bleibt natürlich Mensch; soll bedeuten, dass es, in meinen Augen, bis zum Ende der Menschheit Tugende und Werte geben wird, die individuell gelebt und interpretiert werden.
      Das pazifistische Prinzip des „Ahimsa“ von Mahatma Ghandi erhält dann vielleicht sogar eine Chance für einen Siegeszug? Was für ein großer Traum!

      Ein Internetfreund fragte mich auf einer anderen website:
      „… die wichtigere Frage wäre, ob sie in materieller Sicherheit leben würden, erfüllende Arbeit hätten, moralisch integer wären, mündig, wissend und ewig glücklich, oder sagen wir wenigstens zufrieden wären, wenn sie nicht für einen Reichen produzieren müssten….“
      Aus meinen Lebenserfahrungen heraus muss ich leider sagen: Nein. Nein, die Menschen wären wahrscheinlich nicht ewig glücklich oder moralisch integer oder oder …! Leider!

      Weil mich jedoch Ungerechtigkeiten und die unendlich schrecklichen Menschheitsverbrechen in unserer Welt immer wieder auf’s Neue erschüttern, veröffentliche ich dann Texte, wie der obig zitierte.

      • Die Menschheit steckt was dies angeht noch in den Kinderschuhen und wird (wenn sie es überhaupt überwinden wird) wohl noch lange brauchen, bis ein Zustand erreicht ist, der eine völlige Gleichheit an Möglichkeiten und Freiheit der/s Einzelnen ermöglicht. Bisher sind solche Gedanken „gleiche Vorraussetzung für alle“ nur Illusionen, aber man darf ja träumen! Ewiges Glück ist ohnehin nicht möglich im Leben, nur eine Aneinanderreihung möglichst vieler Glücksmomente zwischen den Rückschlägen des Lebens (Krankheiten, Tode, etc.). Die Menschheit wird sich entweder transformieren oder untergehen, meine Meinung.

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