brömstrup [6]

brömstrup [6]

rückkehr vom eisbruggjoch am neunzehnten. unter bewölktem himmel kletterte brömstrup zwischen steinsäulen umher, schließlich durch grashänge und blockwerk nahezu eben zu seinem quartier. vorab jedoch schlossen sich hohe wuchtige rohe quader wie zu einer wand, die es zu umgehen galt. manchmal glaubte er, in der ferne die ruinen einer alm zu erkennen, deren name auf seiner karte nicht mehr verzeichnet war. jedoch entdeckte er stattdessen oberhalb großer schotterfelder, knapp unterhalb des turnerkamp, einen see. gletscherwasser schoss wild an brömstrup vorbei. ein auge weinte. ununterbrochen seit der letzten kaltzeit. brömstrup fragte sich, wie lange dieses wasser in die stille noch luftmusik malen würde. das ursprungstal dominierte mit grautönen, unterbrochen vom scheckigen weiß des permafrostes. dann kam eine stunde, in der er meinte, die letzte welt erreicht zu haben. der see, – eiskalt hauchte sich dieser – im berghang eingebettet – ins leben. würde dieser rausch brömstrup zuletzt sein leben kosten? und war das der preis für momente des glücks? erneut übersprang brömstrup mit weitem bein das gerölldickicht, landete auf einer felsnase und fernes hundegebell holte ihn zurück in die zivilisation.

jbs 2tausend17

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