Elemente

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Wollgras in einem Hochmoor am Jaufenpass 2019

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„Bretterschlag“ – Wiesenquerung Richtung Stegeralm 2019. Etappe im Kreislauf der Elemente.

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„Ha-zwei-O“

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„Nadel“ im Heuhaufen gefunden.

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Die neue Schwarzensteinhütte auf 3026 m – wie aus dem All in die Alpen gebeamt. Der Gletscherrückzug ist gut erkennbar. Im Bereich der alten Schwarzensteinhütte löste sich durch die Erderwärmung der Permafrost auf, das schwere Gletschereisgewicht verschwand und das Gestein hob sich etwas. Dadurch entstanden Mauerrisse in der alten Hütte. Wenige Meter weiter entfernt von der alten Hütte entstand in den letzten Jahren obige neue Schwarzensteinhütte, diesmal auf Felsgestein und nicht auf Permafrostboden gebaut. Egal aus welcher Perspektive man sie betrachtet, sie wirkt wie ein Fremdkörper aus dem All. Und trotzdem: sie imponiert und zollt mir Respekt ab vor der architektonischen Idee und den Arbeitern, die diese moderne Schutzhütte gebaut haben.

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Schwarzensteinhütte 2019

Bodensee / Rainer Maria Rilke

Bodensee

Die Dörfer sind wie ein Garten.
In Türmen von seltsamen Arten
klingen die Glocken wie weh.
Uferschlösser warten
und schauen durch schwarze Scharten
müd auf den Mittagsee.

Und schwellende Wellchen spielen,
und goldene Dampfer kielen
leise den lichten Lauf;
und hinter den Uferzielen
tauchen die vielen, vielen
Silberberge auf.

Rainer Maria Rilke

aus:

Rilkes Landschaft, In Bildern von Regina Richter, insel taschenbuch 588, 1981, Seite 14

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Kantorka

// Kantorka kommt //

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Alpendohle auf dem Dach der Langkofelhütte (c) jbs 2tausend17

aus: Was man so alles in Bilder hineinsehen kann.

„Krabat lernt die Kantorka in der Osternacht kennen. Er sieht sie zum ersten Mal, als er und Tonda sich bei Bäumels Tod das Ostermal holen müssen und sie Lied um Lied singend durch die Dorfstraßen Schwarzkollms zieht. Ein Jahr später als er die Kunst des „Aus-sich-heraus-gehens“ beherrscht und abermals am Osterfeuer sitzt, beobachtet er sie aus der Nähe. Im 3. Jahr spricht er in Gedanken zu ihr und bittet sie auf ihn zu warten. Von diesem Zeitpunkt an ist Krabat in die Kantorka verliebt. Als Juro ihm erzählt, dass es ein Mädchen sein müsse, das Krabat aus der Mühle befreien kann, weiht er sie in die Geheimnisse ein und bittet sie ihn freizusprechen.
In der Neujahrsnacht kommt die Kantorka zur Mühle. Sie trägt ihre Abendmahltracht und ihr weißes Stirnband. Der Meister fragt die Kantorka, ob sie Krabat erkennen würde. Sie antwortet mit einem eindeutigen ja. Nun stellt sie der Meister vor eine schwierige Aufgabe. Die Mühlknappen müssen in die schwarze Kammer gehen und sich in einer Reihe aufstellen. Er zieht eine schwarze Binde aus der Hosentasche und bindet sie der Kantorka um die Augen. So soll sie Krabat erkennen. Mit Hilfe ihrer Liebe zu Krabat gelingt es ihr die Probe zu bestehen und den Burschen zu erkennen. Seine Angst um sie hat ihr dabei geholfen. Krabat und die anderen Mühlknappen erlangen die Freiheit und verlassen gemeinsam den dunklen Ort. Der Meister selbst muss noch in derselben Nacht sterben und die Mühle brennt in Schutt und Asche nieder.“

aus: Krabat – Die Kantorka