{ psychedelic flowers }

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(c) jbs 2tausend17

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Kantorka

// Kantorka kommt //

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Alpendohle auf dem Dach der Langkofelhütte (c) jbs 2tausend17

aus: Was man so alles in Bilder hineinsehen kann.

„Krabat lernt die Kantorka in der Osternacht kennen. Er sieht sie zum ersten Mal, als er und Tonda sich bei Bäumels Tod das Ostermal holen müssen und sie Lied um Lied singend durch die Dorfstraßen Schwarzkollms zieht. Ein Jahr später als er die Kunst des „Aus-sich-heraus-gehens“ beherrscht und abermals am Osterfeuer sitzt, beobachtet er sie aus der Nähe. Im 3. Jahr spricht er in Gedanken zu ihr und bittet sie auf ihn zu warten. Von diesem Zeitpunkt an ist Krabat in die Kantorka verliebt. Als Juro ihm erzählt, dass es ein Mädchen sein müsse, das Krabat aus der Mühle befreien kann, weiht er sie in die Geheimnisse ein und bittet sie ihn freizusprechen.
In der Neujahrsnacht kommt die Kantorka zur Mühle. Sie trägt ihre Abendmahltracht und ihr weißes Stirnband. Der Meister fragt die Kantorka, ob sie Krabat erkennen würde. Sie antwortet mit einem eindeutigen ja. Nun stellt sie der Meister vor eine schwierige Aufgabe. Die Mühlknappen müssen in die schwarze Kammer gehen und sich in einer Reihe aufstellen. Er zieht eine schwarze Binde aus der Hosentasche und bindet sie der Kantorka um die Augen. So soll sie Krabat erkennen. Mit Hilfe ihrer Liebe zu Krabat gelingt es ihr die Probe zu bestehen und den Burschen zu erkennen. Seine Angst um sie hat ihr dabei geholfen. Krabat und die anderen Mühlknappen erlangen die Freiheit und verlassen gemeinsam den dunklen Ort. Der Meister selbst muss noch in derselben Nacht sterben und die Mühle brennt in Schutt und Asche nieder.“

aus: Krabat – Die Kantorka

Edelweiß – eine einzigartige Alpenblume

Gar lieblich ist das Edelweiß!

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Edelweiß steht unter strengem Naturschutz und darf unter Strafe nicht gepflückt werden; aber man darf  –  fotografieren.
Obige Pflanze stammt aus einer Gärtnerei im Eisacktal.

Mit einem raffinierten Sonnenschirm schützt sich das Edelweiß vor der gefährlichen ultravioletten Höhenstrahlung. Der zarte Flaum weißer Härchen auf den Edelweißblättern absorbiert demnach die UV-Strahlung fast komplett, lässt aber anderes Licht durch, das die Pflanze zur Photosynthese benötigt. Mit einem Elektronenrastermikroskop untersuchten Wissenschaftler die Edelweiß-Härchen. Es zeigte sich, dass die einzelnen Haare aus parallelen Fasern mit nur 0,18 Mikrometern (tausendstel Millimetern) Durchmesser bestehen. Das liegt in der Größenordnung der Wellenlänge der UV-Strahlung. Damit könnten die Fasern gezielt den gefährlichen Teil der Sonnenstrahlung herausfiltern.

aus: Welt N24 – Warum das Edelweiß keinen Sonnenbrand bekommt

„Die Ankunft der Bäume“ und Urlaub

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(c) jbs 2tausend16

Nun hatte ich in den letzten Wochen so viele Ansätze unternommen, hier wieder etwas mehr Leben auf die Seite zu bekommen – aber es ist mir nicht gelungen. Dabei gab es einige schöne Bücher, die mich über den Alltag begleitet hatten und die es wert wären, hier besprochen zu werden, wie z.B. das Lyrikbändchen von Svenja Herrmann „Die Ankunft der Bäume“. Sie stellte ihre Gedichte im absolut idyllischen Garten des Ev. Stifts Tübingen 2017 vor.

Ich las vor einiger Zeit eine Aussage zur Dichtung, die gut auf Hermanns Lyrik zutrifft:

„[…] Dichtung verhält sich zu gewöhnlicher Rede wie Singen zum Sprechen, wie Tanzen zum Gehen, wie Festtage zum Alltag. Ihr Grundprinzip, wie das der übrigen Künste, ist Abweichung vom Gewöhnlichen. Selbst dann, wenn ein Künstler sich zum Ziele setzte, das Gewöhnliche als solches darzustellen, müsste er es auf eine ungewöhnliche Weise tun, sonst würde man es nicht als Kunst wahrnehmen. […]“ ( Hans-Dieter Gelfert).

Da ich entschieden zu wenig zu Papier gebracht habe, weil es zuviel *hierundda* im Alltag gab, liegt mein Blog etwas brach. Nun ist erst einmal Urlaub angesagt, danach sehe ich weiter.

Der Urlaub 

Ein Mensch, vorm Urlaub, wahrt sein Haus,
Dreht überall die Lichter aus.
In Zimmern, Küche, Bad, Abort-
Dann sperrt er ab, fährt heiter fort.
Doch jäh, zu hinterst in Tirol,
Denkt er voll Schrecken: „Hab ich wohl?“
Und steigert wild sich in den Wahn,
Er habe dieses nicht getan.
Der Mensch sieht, schaudervoll, im Geiste,
Wie man gestohlen schon das meiste,
Sieht Türen offen, angelweit.
Das Licht entflammt die ganze Zeit!
Zu klären solchen Sinnestrug,
Fährt heim er mit dem nächsten Zug
Und ist schon dankbar, bloß zu sehn:
Das Haus blieb wenigstens noch stehn!
Wie er hinauf die Treppe keucht:
Kommt aus der Wohnung kein Geleucht?
Und plötzlich ist`s dem armen Manne,
Es plätschert in der Badewanne!
Die Ängste werden unermessen:
Hat er nicht auch das Gas vergessen?
Doch nein! Er schnuppert, horcht und äugt
Und ist mit Freuden überzeugt,
Daß er – hat er`s nicht gleich gedacht?-
Zu Unrecht Sorgen sich gemacht.
Er fährt zurück und ist nicht bang.-
jetzt brennt das Licht vier Wochen lang.

Eugen Roth

Ausgang – Theodor Fontane

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(c) Hans Ludwig Pfeiffer – Das Versinken im Alter – 1974

Ausgang

Theodor Fontane

Immer enger, leise, leise
Ziehen sich die Lebenskreise,
Schwindet hin, was prahlt und prunkt,
Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben,
Und ist nichts in Sicht geblieben
Als der letzte dunkle Punkt.