Cocoxochitl

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[…] Interessanter und genauer sind die Abbildungen von Francisco Hernandez, einem spanischen Arzt, der sich von 1570 bis 1577 in Mexiko aufhielt und die Pflanzenwelt aus heilpflanzlicher Sicht erforschte. Seine Aufzeichnungen wurden erst 1651 in Mexiko veröffentlicht, er erlebte dies nicht mehr. In diesen Aufzeichnungen werden auch die ursprünglichen Namen der Dahlie in Mexiko genannt: „Acocotli“, übersetzt als „Wasserschlund“ und „Cocoxochitl“ oder „Acocoxochitl'“, was übersetzt „Wasser-Knollen-Blüte“ heißt. Eine seiner Abbildungen zeigt eindeutig halbgefüllte Dahlienblüten. Dies lässt den Schluss zu, dass es in Mexiko schon vor über 500 Jahren Dahlien-Hybriden, Vorfahren unserer Gartendahlien, gab. Die Naturarten hatten sich offensichtlich gegenseitig bestäubt und ihre Nachkommen zeigten schon ganz unterschiedliche Blütenformen.
[…]
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Das Nasobēm

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(c) Ester Warth aus: Galgenlieder

Das Nasobēm

Auf seinen Nasen schreitet
einher das Nasobēm,
von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm.

Es steht noch nicht im Meyer.
Und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum ersten Mal ans Licht.

Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobēm.

Christian Morgenstern

Bildquelle – Homepage Ester Warth

Wenn die längsten Märchen immer noch nicht zu Ende sind …

An mich:
Schietwetter & Das längste Märchen das es je gab ~~~
Tam Lin oder Die Kugeln auf Kritsa.

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(c) jbs Askifou-Hochebene 2tausend16

„Als der verhinderte Schriftsteller Izaak in New York von einer schönen Unbekannten mit Namen Eliza eine geheimnisvolle Kugel erhält, verändert sich sein Leben auf mysteriöse Weise: Endlich findet er für seinen großen Roman den Stoff, nach dem er so lange gesucht hat. Er erzählt die weit verzweigte und märchenhafte Geschichte der Kugel und ihrer Traumklänge, „das längste Märchen, das es je gab.“
aus: Traumklänge von Frederik Hetmann, Gustav Lübbe Verlag, 2004

Dat Glück

hummel an kornblume

(c) jbs

Dat Glück
Wat is dat Glück?
En Koornbloom blau an’n Koppelrand,
en lütten Vagel up dien Hand,
en Wulk, de witt an’n Heben steiht,
Dat Koorn warrt meiht, de Bloom fallt af,
de lütte Vagel flüggt heraf,
un mit den Wind de Wulk verweiht –
dat is dat Glück.

aus: Niederdeutsche Lyrik  1945 -1968 – Gudrun Münster