in a snailery//

Ein Teleskopfühler auf Wanderschaft.

Die Fühler [ der Schnecke ] sind so ausdrucksvoll wie die Ohren eines Maultiers, sie vermitteln den Eindruck gleichgültigen Vergnügens, wenn sie herunterhängen, und enormer Wachsamkeit, wenn sie aufgerichtet sind, wie es der Fall, wenn die Schnecke auf Wanderschaft ist.
Ernest Ingersoll, In a Snailery ( Im Schneckengarten), 1881
aus: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen – Elisabeth Tova Bailey

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haiku 116

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(c) jbs 2tausend17 fotografie/unplugged

haiku 116
kaltzeit im geäst
unter dicker borkenschicht
zuckerfestauflauf
(c) jbs 2tausend17
Winterspaziergang. Nordwinter. 
Und kaum Leben im Unterwegs. Und dann dieser eine Baum. Das Geäst mit Schnee bedeckt. Vögel und Fellohren kauern in mit Mulm gefüllten Baumhöhlen. Lauschen auf das Klopfen und Schaben tausender Sechsfüßer. Unter der Baumrinde, gleich unter ihrer dicken Borke neben einer wunden Stelle – vielleicht ist diese durch Wildverbiss entstanden – weilen sie. Gefräßige Insekten im Zuckersaftrausch.
Aufrufung zum Zuckerfest.