post zum advent – mexiko

über radieschen

und mexiko

ein ungewöhnlich anmutender weihnachtsbrauch ist das radieschenfest in der mexikanischen stadt oaxaca … es findet jedes jahr am 23. dezember statt … die mexikanische sorte wird nahezu kartoffelgroß und wurde von den spaniern eingeführt … deshalb werden aus diesen bizarren radieschen in der adventszeit krippenfiguren geschnitzt … die besten figuren werden prämiert, bevor diese pracht von einem feuerwerk erleuchtet wird … fester bestandteil der weihnachtszeit sind die „posadas“, die farbenfrohen umzüge, bei denen maria und josefs suche nach einer herberge nachgestellt wird – bei lauter musik wird getanzt und gefeiert … für die kinder gibt es die „pinatas“, dekorierte tongefäße, die mit früchten und süßigkeiten gefüllt aufgehängt werden … mit verbundenden augen dürfen die pinatas mit einem stock zerschlagen und – so man glück hat – deren inhalt aufgegessen werden …       (zitiert aus der raumgestalt-adventspost )

Cocoxochitl

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[…] Interessanter und genauer sind die Abbildungen von Francisco Hernandez, einem spanischen Arzt, der sich von 1570 bis 1577 in Mexiko aufhielt und die Pflanzenwelt aus heilpflanzlicher Sicht erforschte. Seine Aufzeichnungen wurden erst 1651 in Mexiko veröffentlicht, er erlebte dies nicht mehr. In diesen Aufzeichnungen werden auch die ursprünglichen Namen der Dahlie in Mexiko genannt: „Acocotli“, übersetzt als „Wasserschlund“ und „Cocoxochitl“ oder „Acocoxochitl'“, was übersetzt „Wasser-Knollen-Blüte“ heißt. Eine seiner Abbildungen zeigt eindeutig halbgefüllte Dahlienblüten. Dies lässt den Schluss zu, dass es in Mexiko schon vor über 500 Jahren Dahlien-Hybriden, Vorfahren unserer Gartendahlien, gab. Die Naturarten hatten sich offensichtlich gegenseitig bestäubt und ihre Nachkommen zeigten schon ganz unterschiedliche Blütenformen.
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