brömstrup [9]

brömstrup [9]
vor zwei uhr mittags im september stiefelt brömstrup durch den wald gen imker in den nachbarort. die luft ist ruhig. und brömstrup ohne hut. weit voraus schweift sein auge, erhascht ab und zu den wächter des waldes. blau schillern dessen federchen am flügelbug. kein zweifel. es ist der gescheite waldvogel, der ihn beobachtet, begleitet. es ist der hervorragende imitator verschiedenster vogelstimmen. ein eichelhäher. immer wieder kreuzt er brömstrups weg. brömstrup blinzelt. sonnenstaub kitzelt seine nase, während sein blick gen laubdach steigt. und dabei entdeckt er erstaunlich schönes. über und übervoll hängt es von den baumkronen. blattgold. in hülle und fülle. herbst steigt über die zäune und golden schimmert die ferne.
jbs 2tausend19

brömstrup oder sechs tage nach äquinoktium

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sechs tage nach äquinoktium fliegt brömstrup durch die nacht. hoch in den norden. gen polarlicht. brömstrup betritt eine unbetretende stelle und kann beobachten, wie das leuchten durch einen hin und her geworfenen walross-schädel beim ballspielen entsteht. er schlägt seine beine übereinander. und denkt. denkt über das gesehene nach. aber ohne ergebnis. und die elche werden melancholisch. und brömstrup weiß nicht, wie er sie erheitern soll. am see mälaren jedoch, im schwedischen mariefred in der gemeinde strängnäs begreift brömstrup. endlich weiß er: solang man auch trödelt, es wird nicht früher.
jbs 2tausend18