Ameise an Türkenbundlilie

jbs 2021

Auf der Suche nach Orchideen auf der Schwäbischen Alb und auf deren Hochwiesen hatte ich die wunderschöne Türkenbundlilie entdeckt. Und beim Ranzoomen mit dem Teleobjektiv machte sich eine emsige Ameise bemerkbar. Sie krabbelte hin und her, auf und ab … was sie wohl suchte? Sicherlich keine Orchideen – so wie ich.

Wikipedia erklärt die Namensherkunft so:

[…] Der Name Lilium Martagon montanum majus, floribus reflexis war schon vor Carl von Linné in Verwendung, zuerst belegt ist er im Englischen 1477. Die Herkunft des Epitheton martagon ist dabei umstritten. Zum einen wird die Bezeichnung vom türkischen martagan abgeleitet, das eine neuartige Form des Turbans bezeichnet, wie sie von Sultan Mehmed I. (1413–1421) eingeführt wurde, sie bezieht sich auf die Ähnlichkeit mit den zurückgeschlagenen Perigonblättern. Eine andere Ableitung bringt sie mit dem Kriegsgott Mars (Genitiv martis) in Verbindung, da Alchimisten glaubten, dieser stehe in Zusammenhang mit der Umwandlung von Metallen.

Auch der volkstümliche Name Türkenbund ist ein Lehnwort, hergeleitet aus dem türkischen tülbent (Turban).

Die Pflanze wird auch mit sehr vielen Volksnamen bedacht, die sich unter anderem auf die gold-gelbe Zwiebel beziehen:
Goldapfel, Goldbölla, Goldknopf, Goldlilgen, Goldpfandl, Goldruabn, Goldwurzl, Goldzwifl, Poms d’or, Schlotterhose, Schmalzwurz, Sillingwuarz, Sillingrute, Türkisch-Huat. […]